Zwanzig Jahre liegt die eruopäische Wende 1989/90 zurück, und nicht zuletzt die christlichen Kirchen haben seitdem vom Wachstum freiheitlicher und demokratischer Gesellschaften in Mittel- und Osteuropa profitiert. „Doch das, was in Mittel- und Osteuropa theologisch gedacht wird, ist bei uns noch viel zu wenig bekannt“, sagen die Initiatoren einer Fachtagung, bei der Referenten aus über zehn Ländern vom 11. bis zum 13. Februar 2010 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg die Situation der Religon im Neuen Europa“ erörtern.
Heinrich Assel, seit 2006 Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie in Greifswald und bei der Tagung mit der wissenschaftlichen Leitung betreut, hat mit Unterstützung wissenschaftlicher und kirchlicher Förderer insbesondere Vertreter der jüngeren Generation nach Vorpommern geholt, um eine Generation nach der Wende nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern auch Wege aufzuzeigen, die die Kirchen künftiger Generationen gehen können. Die Vorträge fragen dabei u. a. nach der Rolle von Kirche und Theologie in den Gesellschaften einer postkommunistischen und nachchristlichen Zeit.
Zwei öffentliche Abendvorträge am 11. und am 13. Februar mit dem Auslandsbischof der Ev. Kirche in Deutschland, Martin Schindehütte, und dem Leiter der theologischen Ausbildung für die gesamte Russisch-Orthodoxe Kirche, Cyril Hovorun, rahmen die Tagung.
Das komplette Tagungsprogramm gibt es auf der Homepage des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs www.wiko-greifswald.de, wo sich auch alle Interessenten elektronisch zur Teilnahme anmelden können.